Eine Frau verabreicht ihrer kleinen Tochter Hustensaft mit einem Löffel.

Husten: Was sind die häufigsten Ursachen?

Hustenarten | Ratgeber | Erkältung

Warum husten wir und was passiert in unserem Körper während des Hustens?

Zunächst einmal ist Husten ein faszinierender und wirkungsvoller Vorgang, der unserem Körper hilft, Keime mit einer Geschwindigkeit von fast 80 Kilometern pro Stunde (km/h) auszuscheiden 1. Aber es steckt noch viel mehr dahinter.

Lies weiter, um weitere interessante Fakten über Husten zu erfahren, einschließlich der Ursachen und wie genau sich Krankheiten auf Husten auswirken. Dazu erhältst du einige Behandlungstipps, wie man Husten stoppen kann, und weitere Informationen.

Die Ursachen von Husten – laut der Wissenschaft

Wie die American Lung Association betont, ist Husten ein Schutzreflex und eine natürliche und wichtige Funktion unseres Immunsystems1,2. Auf diese Art und Weise stößt unser Körper fremde "Eindringlinge" wie Schmutz, Pollen, Tabakrauch, Staub und andere Reizstoffe aus3.

Hinter einem einfachen Husten verbirgt sich jedoch ein komplexer und faszinierender Prozess.

Schauen wir uns das genauer an:

Was passiert in Deinem Körper, wenn Du hustest?

Häufig husten wir auch ohne Erkältung. Die Ursache dafür ist relativ einfach.

Unser Rachen und unsere Atemwege sind mit Hustenrezeptoren ausgekleidet1,4. Die Atemwege sind außerdem mit einer dünnen Schleimschicht überzogen (Schleim ist eine weitere Schutzbarriere gegen Keime)1.

Wenn wir physikalische oder chemische Reizstoffe in unsere Atemwege einatmen, erkennen unsere Hustenrezeptoren diese Stoffe1,4.

Die Hustenrezeptoren senden dann ein Signal an das "Hustenzentrum" im Gehirn und lösen den Hustenreflex aus1,4.

Dieser Hustenreflex ist eine unwillkürlich ablaufende Schutzreaktion des Zwerchfells, der Bauchdecke und der Bauchmuskeln, um den Schleim zu mobilisieren und eingeatmete Reizstoffe dann mit einer Geschwindigkeit von bis zu 80 km/h auszustoßen1,4,5. Das ist eine echte Teamarbeit.

Warum husten wir, wenn wir krank sind?

Wenn wir krank sind, hängt der Mechanismus, der unseren Husten auslöst, von der Krankheit ab, die den Husten verursacht2. Die häufigsten Ursachen für akuten Husten (d. h. einen kurzfristigen Husten, der drei Wochen oder weniger anhält) sind beispielsweise2:

  • Infektionen der oberen Atemwege: Diese werden hauptsächlich durch Viren verursacht, wie bei einer Erkältung oder Grippe.
  • Akute Bronchitis: Hierbei handelt es sich um eine Infektion der unteren Atemwege, die in der Regel durch ein Virus oder ein Bakterium verursacht wird.

Bei Atemwegsinfektionen entzünden sich die Atemwege3. Außerdem macht die Immunreaktion des Körpers, die auch als Entzündung bezeichnet wird, die Atemwege überempfindlich gegenüber Reizstoffen3. Dies wiederum löst einen Husten aus3. Wenn dann noch eine übermäßige Schleimabsonderung hinzukommt3, hat man den perfekten Reizcocktail, der einen nachts wachhalten kann.

In Fällen von COVID-19 ist trockener Husten ein typisches Symptom6. Bei manchen Menschen kann COVID-Husten auch produktiv (mit Schleim) sein12. Wie bei anderen Atemwegsinfektionen entsteht der Husten auch bei COVID durch eine Reizung der Atemwege12.

Eine junge Frau mit Schal hustet vor herbstlicher Kulisse.

Weitere häufige Ursachen für Husten

Andere häufige Ursachen von Husten sind2:

  • Entzündung der Nasennebenhöhlen (akute Rhinosinusitis): Der Husten wird hier durch überschüssigen Schleim verursacht, der sich bildet, weil die Schleimhaut in den Nebenhöhlen entzündet ist und zu einem Postnasal-Drip-Syndrom führen kann2.
  • Keuchhusten (Pertussis): Hierbei handelt es sich um eine Infektion der Atemwege durch das Bakterium Bordetella pertussis. Die Bakterien heften sich an die Flimmerhärchen (kleine, haarähnliche Strukturen) in den Atemwegen, setzen Giftstoffe frei, schädigen die Flimmerhärchen und lassen die Atemwege anschwellen und führen zu deren Entzündung8.
  • Heuschnupfen (allergische Rhinitis): Umweltallergene wie Pollen, Staub, Tierhaare und Schimmelpilze reizen die Auskleidung der Nasenhöhle2,9. Dies ruft eine übermäßige Schleimbildung hervor2,9. Dieser übermäßige Schleim verursacht wiederum einen retronasalen Schleimfluss (PNDS), der den Hals reizt und Husten auslöst2.
  • Asthma: Bei dieser Erkrankung reagiert das Immunsystem des Körpers übermäßig auf Umweltfaktoren2. Dies führt zu Entzündungen und übermäßigem Schleim, der die Atemwege verengt und den Luftstrom in der Lunge blockiert2. Dies verursacht Husten2.
  • COPD-Schübe: Bei einem COPD-Schub entzünden sich Teile der Lunge, die Atemwege verengen sich, und die Lunge funktioniert nicht mehr so gut2. Dies führt zu einer Ansammlung von zähem Schleim in den winzigen Luftröhren und Luftsäcken der Lunge, was Husten verursacht2.
  • Herzinsuffizienz: Bei dieser Erkrankung kann das Herz das Blut nicht so effizient pumpen, wie es sollte. Dadurch sammelt sich Flüssigkeit in der Lunge an, die diese reizt und Husten verursacht2.
  • Lungenentzündung: Wenn sie durch ein Virus verursacht wird, führt eine Lungenentzündung zu einer Entzündung und Reizung der Atemwege. Wird die Lungenentzündung durch ein Bakterium verursacht, kommt es auch zu einer vermehrten Schleim- und Eiterabsonderung, die die Lunge weiter reizt. Diese krankhaften Veränderungen verursachen den Husten bei einer Lungenentzündung 2.

Wie man den Husten stoppen kann

Du kannst verschiedene Dinge tun, um Deinen trockenen Husten zu lindern, unter anderem:

  • Heiße Getränke trinken, vorzugsweise mit Honig und Zitrone
  • Kleine Schlucke von heißen Getränken oder Wasser nehmen, wenn Du das Gefühl hast, dass Du husten musst
  • Lutschen von Lutschtabletten oder anderen Bonbons

Bei feuchtem oder produktivem Husten kannst Du verschiedene Dinge ausprobieren, die den Schleim lösen, z. B. das Einatmen von heißem Wasserdampf oder das flache Liegen auf der Seite, um den Schleim aus dem Rachen zu lösen11.

häufig gestellte Fragen

  • Infektionen der oberen Atemwege verursachen nur selten Komplikationen und gehen in der Regel von selbst weg6. Akuter Husten verschwindet nach drei Wochen5. Husten, der länger anhält – zwischen drei und acht Wochen –, wird als subakut bezeichnet2, 5. Auch subakuter Husten verschwindet irgendwann von selbst2.

    Du solltest einen Arzt wegen Deines Hustens aufsuchen, wenn1, 6:

    • Du zusätzlich hohes Fieber hast
    • Deine Symptome schwerwiegend sind oder sich verschlimmert haben
    • Du Schmerzen in der Brust hast, kurzatmig bist oder nach Luft ringst
    • Du zusätzlich an Kopfschmerzen und Schläfrigkeit leidest
    • Du Schleim aushustest, der gelblich-grün oder blutig ist
    • Dein Husten ein keuchendes, pfeifendes oder bellendes Geräusch hat

    Du solltest ebenfalls einen Arzt aufsuchen, wenn:

    • Du eine chronische Erkrankung hast, z. B. COPD6
    • Dein Husten seit mehreren Wochen anhält, was auf eine chronische Erkrankung hindeutet2, 5
    • Du Dir wegen Deines Hustens Sorgen machst7
  • Viele Formen von Husten neigen dazu, sich nachts zu verschlimmern10 und unseren Schlaf zu stören. Denn wenn man auf dem Rücken liegt, tropft der lästige Schleim aus Rachen und Nase in den hinteren Teil des Rachens und verursacht weitere Reizungen10. Auch Asthma-Husten kann sich nachts verschlimmern, weil die Atemwege nachts empfindlicher und reizbarer sind10.

  • Wenn Du in der Öffentlichkeit hustest, fühlst Du Dich vielleicht beobachtet oder peinlich berührt5 und versuchst daher, den Husten zurückzuhalten. Allerdings sollte man den Husten nicht zu sehr unterdrücken11. Husten ist ein nützlicher Schutzreflex, der Dir hilft, schädliche Substanzen und Reizstoffe loszuwerden. Er kann auch dazu beitragen, Schleim zu lösen, der in schweren Fällen von Husten sogar das Atmen erschweren kann.

    Wenn Du jedoch in der Öffentlichkeit husten musst, solltest Du Deinen Mund bedecken, um andere vor denselben schädlichen Bakterien und Viren zu schützen.

  • Ja, das können sie. Allergische Rhinitis und Heuschnupfen sind die häufigsten Ursachen für Husten2. Bei Heuschnupfen reizen Umwelteinflüsse wie Pollen, Staub, Tierhaare und Schimmelpilze die Schleimhaut in der Nasenhöhle und verursachen eine übermäßige Schleimbildung2,9. Dies führt zu retronasalem Schleimfluss (PNDS), der den Rachen reizt und Husten verursacht2.

Eine Frau verabreicht ihrer kleinen Tochter Hustensaft mit einem Löffel.

Wichtiger

Hinweis

Sprich mit Deinem Arzt oder Apotheker über andere Behandlungsmöglichkeiten wie rezeptfreie Hustenmittel und Hustensäfte.

ENTDECKE DIE GESAMTE PRODUKTPALETTE

Mehr erfahren